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Preise für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen ziehen an


- München bleibt mit Abstand teuerstes Pflaster -

Für ein Einfamilienhaus mußten 2005 in Westdeutschland durchschnittlich 173.700 Euro bezahlt werden. Das waren 2,9 Prozent mehr als im Jahr zuvor, in dem der Preis bei 168.800 Euro gelegen hatte. Damit ist ein neuer Höchststand erreicht worden, nachdem die Preise in den letzten Jahren nahezu stagniert hatten. Gegenüber 1996 bedeutet dies einen Anstieg um 7,8 Prozent. Auch in Ostdeutschland haben die Preise für Eigenheime deutlich angezogen; mit 99.400 Euro mussten im Durchschnitt 7,0 Prozent mehr bezahlt werden als im Jahr 2004 mit 92.900 Euro. Damit liegt der Preis aber immer noch um 7,9 Prozent unter dem Höchststand im Jahre 1999 (107.900 Euro). Spitzenreiter sowohl bei Eigenheimen als auch bei Eigentumswohnungen ist mit großem Abstand die Region München. Hier kostete 2005 ein Einfamilienhaus 364.000 Euro (+0,3 Prozent) bzw. eine Eigentumswohnung 197.900 Euro (+1,5 Prozent). Diese Zahlen nannte heute das ifs Städtebauinstitut in Berlin.

Dr. Stefan Jokl, Leiter des Instituts: „Von einem Preisverfall, wie verschiedentlich immer wieder behauptet wird, kann überhaupt keine Rede sein, im Gegenteil: Ich gehe davon aus, dass das inzwischen in weiten Regionen verknappte Wohnungsangebot in nächster Zeit zu weiteren Preissteigerungen führen wird. Lediglich bei Eigentumswohnungen in Ostdeutschland geht es noch weiter abwärts, was darauf zurückzuführen sein dürfte, dass Verkäufe von preiswerteren Wohnungen aus dem Bestand von Kommunen auf die Preise drücken."

Die Angaben basieren auf der jetzt zum elften Mal im Auftrage des Städtebauinstituts von Gewos, Hamburg, durchgeführten Untersuchung sämtlicher Verkaufsfälle von Eigenheimen und Eigentumswohnungen, der einzigen Erhebung, die einen vollständigen und damit repräsentativen Überblick über die Grundstücksmärkte in Deutschland liefert. Gegenstand der Untersuchungen waren 473.100 Verkaufsfälle von Einfamilienhäusern und Eigentumswohnungen (Neubau- und Gebrauchterwerbe), darunter 404.800 in Westdeutschland und 68.300 in Ostdeutschland. Gegenüber 2004 ist die Zahl der Verkaufsfälle in Westdeutschland um 9,2 Prozent und in Ostdeutschland sogar um 15,2 Prozent gestiegen.

Jokl: „Die Vorzieheffekte auf Grund der Diskussion um die Abschaffung der Eigenheimzulage zum 1. Januar 2006 haben zu diesem deutlichen Anstieg des Transaktionsvolumens geführt. Dabei sind vor allem Immobilien im Bestand und hier insbesondere im Teilmarkt der Eigentumswohnungen gekauft worden."

Bei den Eigentumswohnungen seien die Preise in Westdeutschland mit durchschnittlich 124.200 Euro um 1,9 Prozent angestiegen. Auch in Ostdeutschland hätten die Durchschnittspreise mit 103.400 Euro (+1,2 Prozent) leicht höher gelegen als im Vorjahr, was darauf zurückzuführen sei, dass 2005 deutlich mehr Eigentumswohnungen mit hochwertiger Ausstattung in Berlin verkauft worden seien.



Der hohe Anteil des Berliner Marktes mit rd. 54 Prozent des Umsatzvolumens für Eigentumswohnungen in Ostdeutschland ziehe den Durchschnittspreis für die ostdeutschen Bundesländer nach oben.

Der DEIX Deutscher Eigentums-Immobilien-Index des ifs Städtebauinstituts ist 2005 in Westdeutschland von 104 auf 106 Punkten (1995 = 100) gestiegen. In Ostdeutschland ist der Index ebenfalls von 83 auf 86 geklettert. Hierfür sei vor allem der Preisanstieg bei den Einfamilienhäusern verantwortlich. Seit der erstmaligen Erhebung im Jahre 1989 sei der DEIX in Westdeutschland um 32 Punkte gestiegen; in Ostdeutschland sei der Index dagegen von 100 im Jahre 1995 auf jetzt 86 gefallen.

Eine Differenzierung der Preise nach Bundesländern zeige, dass Einfamilienhäuser in Hamburg mit 260.200 Euro trotz des Rückgangs um 6,9 Prozent unverändert am teuersten gewesen seien. Ebenfalls unverändert an zweiter Stelle rangiere Berlin mit 229.600 Euro (-2,1 Prozent); mit einigem Abstand folgten dann Bayern mit 208.500 Euro (+1,7 Prozent), Baden-Württemberg mit 195.700 Euro (+2,5 Prozent) und Hessen mit 180.500 Euro (+1,1 Prozent). Die niedrigsten Preise hätten in Sachsen-Anhalt mit 62.100 Euro (+0,2 Prozent) und Thüringen mit 73.700 Euro (+2,2 Prozent) gezahlt werden müssen. Den größten prozentualen Preissprung habe das Saarland mit einem Plus von 11,9 Prozent auf 123.900 Euro gemacht.

Auch bei den Eigentumswohnungen liege Hamburg mit 187.700 Euro (+4,6 Prozent) unverändert an der Spitze. Dahinter rangiere Bayern mit 143.200 Euro (+2,9 Prozent) vor Hessen mit 134.400 Euro (+1,4 Prozent) und Baden-Württemberg mit 127.700 Euro (+0,8 Prozent). Die niedrigsten Preise für Eigentumswohnungen seien in Sachsen-Anhalt mit 64.800 Euro (-19,2 Prozent) und in Thüringen mit 76.200 Euro (-6,4 Prozent) zu zahlen gewesen.

Eine Aufschlüsselung der Immobilienpreise nach den dreizehn umsatzstärksten Regionen mache deutlich, dass auch 2005 die mit Abstand teuersten Einfamilienhäuser mit 364.000 Euro (+0,3 Prozent) in der Region München zu registrieren gewesen seien. Fast 100.000 Euro weniger kosteten Einfamilienhäuser im Durchschnitt in den nächst teureren Ballungsräumen Düsseldorf mit 271.300 Euro (-1,6 Prozent), Untermain (Frankfurt/Offenbach), mit 260.300 Euro (-1,0 Prozent) und Mittlerer Neckar (Stuttgart/Böblingen/Esslingen) mit 256.000 Euro (+1,1 Prozent). Am Ende dieser Skala seien die ostdeutschen Regionen Dresden mit 107.100 Euro (+1,8 Prozent) und Halle/Leipzig mit 91.900 Euro (+3,0 Prozent) geblieben.

Bei den Eigentumswohnungen liege ebenfalls unverändert die Region München mit einem Durchschnittspreis von 197.900 Euro (+1,5 Prozent) an der Spitze, gefolgt jetzt von Hamburg, das einen überproportionalen Anstieg von 11,8 Prozent auf 161.600 Euro verzeichnete, und dem Raum Mittlerer Neckar mit 151.500 Euro (+1,5 Prozent). Die preiswertesten Eigentumswohnungen gebe es in den Räumen Hannover mit 86.300 Euro (-0,5 Prozent) und Dresden mit 77.500 Euro (-8,9 Prozent).

Den stärksten Preisanstieg in den vergangenen zehn Jahren verzeichneten die Region München bei Einfamilienhäusern mit einem Anstieg um 25 Prozent und das Bundesland Hamburg bei den Eigentumswohnungen mit einem Anstieg um 39 Prozent.


Quelle: Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e.V., Berlin

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