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Startseite » News » Neubaupreise ziehen an - Mietsituation entspannt sich

Entspannung an den Mietwohnungsmärkten


Neubaupreise ziehen aber deutlich an

Die sich bereits seit Beginn dieses Jahrzehnts abzeichnende Abschwächung des Anstiegs der Wohnungsmieten hat sich auch 2007 fortgesetzt. Während die durchschnittlichen Mietkosten 2002 und 2003 noch im Gleichschritt mit den Lebenshaltungskosten zugenommen hatten, sind sie in den letzten vier Jahren nur noch um jeweils 1,0 Prozent angestiegen und lagen damit deutlich unter der Steigerungsrate der Lebenshaltungskosten von 2,0 Prozent in 2005 bzw. 1,7 Prozent in 2006 und 2,2 Prozent in 2007. Auf diese Entwicklung hat heute das ifs Institut für Städtebau in Berlin hingewiesen.



Dr. Stefan Jokl, Leiter des Instituts: „Man muss bei den angegebenen Werten für die Mietentwicklung allerdings berücksichtigen, dass es sich um statistische Durchschnittswerte handelt, die für den gesamten Mietwohnungsbestand ermittelt worden sind. Regional bzw. lokal beobachtete Mietpreissteigerungen können hiervon deutlich nach oben und unten abweichen. Das gilt insbesondere für Neuvertragsmieten. Vor dem Hintergrund der leerstehenden Wohnungen und der immer noch relativer hohen Arbeitslosigkeit lassen sich höhere Mieten nur schwer durchsetzen, obwohl die Zahl der neugebauten Mietwohnungen seit 1995 auf nur noch etwa ein Fünftel eingebrochen ist."



Nach Angaben des Instituts sind die Mieten für Altbauwohnungen (bis 1948 erbaut) 2007 mit einem Anstieg um jeweils 1,0 Prozent gleich stark gestiegen wie die Mieten für Neubauwohnungen (nach 1948 erbaut). Mit einem Anstieg um 1,5 Prozent hätten sich die Wohnnebenkosten (ohne Energiekosten) erneut überproportional verteuert, nachdem sie auch in den Vorjahren wesentlich schneller gestiegen seien als die Mieten.



Auch der längerfristige Vergleich mache deutlich, dass die Mieten in den letzten Jahren weniger stark gestiegen seien als die allgemeinen Lebenshaltungskosten und die Wohnnebenkosten. Während sich die Mieten seit 2000 um 8,2 Prozent verteuert hätten, seien die Lebenshaltungskosten um 12,5 Prozent und die Wohnnebenkosten um 12,2 Prozent gestiegen. Im gleichen Zeitraum seien die Preise für Wohngebäude um 11,9 Prozent gestiegen. Dr. Jokl: „Lässt man das Jahr 2007 außen vor, lag der Baupreisanstieg seit 2000 nur bei 4,4 Prozent. Erst im vergangenen Jahr haben die Preise für Neubauten mit einem Anstieg um 7,2 Prozent stark angezogen, was zum Teil auf die Mehrwert- steuererhöhung, zum Teil auch auf die generelle Verteuerung von Baustoffen an den Weltmärkten (z. B. Stahl, Glas) zurückzuführen ist".



Nach Angaben des Instituts beliefen sich die absoluten Mietzahlungen, einschließlich der kalten Nebenkosten, der privaten Haushalte monatlich im Durchschnitt in Westdeutschland auf rd.
450 € und in Ostdeutschland auf rd. 340 €. Bei durchschnittlichen Größen der Mietwohnungen von 73 Quadratmetern (West) bzw. 63 Quadratmetern (Ost) ergebe sich eine Quadratmetermiete von 6,16 € (West) bzw. 5,40 € (Ost).



Quelle: ifs Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e.V., Berlin; Statistisches Bundesamt


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