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Pro-Kopf-Wohnfläche weiter gestiegen


Saarland mit 48 Quadratmetern weiterhin Spitze

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BERLIN - Die durchschnittliche Pro-Kopf-Wohnfläche ist 2007 auf den neuen Höchststand von 41,9
Quadratmeter angestiegen. 2006 hatte sie bei 41,6 und 2005 bei 41,2 Quadratmetern gelegen.Der Anstieg hat sich damit im vergangenen Jahr auf 0,3 Quadratmeter verlangsamt, nachdem er in den Vorjahren noch bei durchschnittlich etwa einem halben Quadratmeter gelegen hatte.Dies ergaben aktuelle Berechnungen des ifs Städtebauinstituts in Berlin.Dabei habe sich die Annäherung zwischen Ost- und Westdeutschland nicht weiter fortgesetzt.Denn in Ostdeutschland habe sich die Wohnfläche nur um 0,1 Quadratmeter auf jetzt 39,0 Quadratmeter erhöht, in Westdeutschland sei sie dagegen um 0,4 Quadratmeter auf 42,6 Quadratmeter gestiegen. Der Unterschied zwischen Ost und West belaufe sich aktuell also auf 3,6 Quadratmeter, nach 3,3 Quadratmeter im Vorjahr. Längerfristig betrachtet habe sich der Unterschied seit der Wiedervereinigung allerdings deutlich verringert: 1989, also vor der Wiedervereinigung, hätten ostdeutschen Bürgern mit 27,4 Quadratmetern 9,3 Quadratmeter weniger Wohnfläche pro Einwohner zur Verfügung gestanden als westdeutschen Bürgern mit 36,7 Quadratmetern.

Dr. Stefan Jokl, Leiter des Instituts: „Die Verlangsamung des Wohnflächenwachstums ist vor allem auf den dramatischen Einbruch im Wohnungsneubau in Ostdeutschland zurückzuführen. Bekanntlich wurden hier im vergangenen Jahr nur noch 27.000 Wohnungen fertig gestellt, was einem Anteil am gesamten Neubau in der Bundesrepublik von lediglich 12,8 Prozent entsprach. Dass die Pro-Kopf-Wohnfläche dennoch weiter wächst, ist nicht zuletzt auf die schrumpfenden Haushaltsgrößen zurückzuführen: Zu Beginn der 90er Jahre bestand der durchschnittliche Haushalt noch aus 2,27 Personen, zuletzt waren es nur noch 2,07. Die Zahl der Haushalte ist
weiter auf 39,7 Millionen im vergangenen Jahr angestiegen; 2002 lag die Zahl der Haushalte noch um eine Million niedriger". Zwischen den einzelnen Bundesländern gebe es - so das ifs - weiterhin erhebliche Unterschiede: An der Spitze der durchschnittlichen Wohnfläche pro Bundesbürger stehe unverändert das Saarland mit 47,7 Quadratmetern, gefolgt von Rheinland-Pfalz mit 46,8 und Niedersachsen mit
45,1 Quadratmetern. Am Ende dieser Skala rangiere mit deutlichem Abstand Hamburg mit 36,1 Quadratmetern. Davor lägen die ostdeutschen Bundesländer Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen mit jeweils 38,4 Quadratmetern. Thüringen und Brandenburg hätten mit 39,0 bzw. 39,1 Quadratmetern das Land Berlin mit 38,9 Quadratmetern inzwischen überholt. Die höchste Pro-Kopf-Wohnfläche der ostdeutschen Bundesländer weise Sachsen-Anhalt mit 40,4 Quadratmetern auf und liege damit sogar noch vor Nordrhein-Westfalen mit 40,0 Quadratmetern. Die höchsten Zuwächse im Jahr 2007 verzeichneten die Länder Rheinland-Pfalz und Hessen mit jeweils 0,5 Quadratmetern. In den Stadtstaaten Hamburg und Berlin seien die Pro-Kopf-
Wohnflächen gegenüber 2006 als einzige Bundesländer unverändert geblieben.

Quelle: ifs Institut für Städtebau, Wohnungswirtschaft und Bausparwesen e. V., Berlin; Statistisches
Bundesamt

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